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PV-Anlagen

Newsletter Mai 2026

Der Stammtisch im April (16.4.) war erneut mit 16 Teilnehmern sehr gut besucht. 

Variable Netzentgelte und dynamische Stromtarife fanden erneut viel Interesse und führten zu interessanten Diskussionen.

Auch das Werkstattgespräch vom 7.4. mit dem Thema Wärmepumpen wurde umfangreich nachbearbeitet und diskutiert.

Man stellte fest, dass man mitunter nicht die wirtschaftlichste Lösung angeboten bekommt. Luft-Wasser-Splitanlagen bekommt man nur von Heizungsinstallations-betrieben angeboten, wenn auch ein Meister mit Kälteschein in der Firma ist. Die Mehrzahl bieten einfachere Kompaktlösungen (Monoblockanlagen) zur Außenaufstellung an. 

Eine billige Variante ist die Luft-Luft-Wärmepumpe, die ebenfalls beim Werkstattgespräch vorgestellt wurde. Beim Stammtisch wird in Frage gestellt, wie man dann zum Beispiel das Bad heizt. Neben dem Vorteil “niedrige Investitionskosten” wird auch die Sommernutzung als Klimaanlage von vielen Anwesenden als Kaufentscheidung gesehen.

Neuigkeiten im Arbeitskreis SSG und der in Arbeit befindlichen VDE AR-N 4105:2006-03 beschäftigte die Anwesenden erneut und mit Hinblick auf den einen Tag später (am 17.4.) stattfindenden Workshop im Brunnenhof gab es Fragen und Anregungen.

Dieser Workshop war für die aktuellen Berater für SteckerSolar Geräte gedacht und wurde von Peter Stollenmayer (Wolfskehlen), Hans Kopp (Erfelden), Michael Klosterhalfen (Goddelau), Dieter Satzinger (Goddelau, Leeheim), Jürgen Hoeth (Crumstadt und weitere Ortsteile), Berthold Bader (Biebesheim) und Manfred Keller (Stockstadt) besucht. Sinn dieser Veranstaltung war eine gemeinsame Sprachregelung für die anstehenden Beratungen im Versorgungsgebiet, während der noch nicht abgeschlossenen Neuregelung (siehe auch Text im Anhang) zu finden.

Vielen Dank an Jürgen Hoeth für die Terminkoordinierung mit den beiden Geschäftsführern der Brunnenhof Energie GmbH, Steffen Geipert und Jochen Rachut. Beide sind auch Mitglied unserer EGR und haben sich mit dem Thema aktuell beschäftigt.

Darüber hinaus konnte die Gruppe Einblicke in verschiedene Versuchsanordnungen (Power to Heat, Zendure Kleinspeicherlösungen, unterschiedliche Homemanagementsystheme), den im Bau befindlichen Forschungsfermenter mit Holzhackschnitzelkessel und der großen Freiflächenanlage mit Stromspeicher gewinnen. Steffen Geipert führte nach der Power Point Präsentation durch den Betrieb.

Steffen Geipert und Michael Klosterhalfen vor dem Heizomat
Die Gruppe vor der Freiflächenanlage

Hackschnitzelkessel zur Beheizung des Fermenters), …84.

Berthold Bader, Jürgen Hoeth, Steffen Geipert, Peter Stollenmayer vor dem Zählerschrank mit unterschiedlichen Leseköpfen

Als zukünftige Sprachregelung wurde festgelegt:

1. Steckersolargeräte haben laut Produktnorm DIN VDE V 0126-95 maximal 2000 Watt Modulleistung. Der Wechselrichter lässt maximal eine Einspeisung von 800 Watt zu.  Verzichtet man auf die Vergütung von ins Netz eingespeisten Überschussstrom reicht eine vereinfachte Anmeldung im Marktstammdatenregister.  

Die Produktnorm sieht aktuell keine Speicherlösungen vor. Hier besteht weiterer Normierungsbedarf. 

2. Die Hersteller sind den Aktivitäten der Verordnungsgeber, Normersteller und Verteilnetzbetreiber voraus. Siehe hierzu das derzeitige Angebot der Ökostromhelden  (…4 Modulen screenshot).  Somit befindet sich der Käufer nicht mehr im Bereich Steckersolargeräte.  Es wurde der Begriff Kleinsterzeugungsanlage eingeführt. Außer der Produktnorm muss der Betrieb unter Berücksichtigung des EEG und den technischen Anschlussnormen des Netzbetreibers erfolgen. Zu dem kommt die VDE-AR.N-4105 und DIN VDE 0100-551 zur Berücksichtigung. Auch bei diesen Kleinsterzeugungsanlagen, die im übrigen auch für kleine Windkraftanlagen und Blockheizkraftwerke gilt, ist die maximale Wechselrichterleistung auf 800 Watt reguliert. Allerdings können auch größere Modulleistungen (bis 7000 Watt) angeschlossen werden.

Außer im Marktstammdatenregister sind diese Anlagen jedoch auch beim Netzbetreiber anzumelden. Noch nicht alle Netzbetreiber haben das dafür entwickelte Formular 1.2 (Inbetriebnahmen ohne konzessionierten Elektromeister) vorrätig. Im Gegensatz zur großen PV können diese Kleinstanlagen von dem Laien in Betrieb genommen und angemeldet werden.

3. Gemäß Aussage der Vortragenden gibt es beim Überlandwerk noch kein Anmeldeformular für Speicherlösungen. Es wurden jedoch sehr anschaulich die diversen Speicherlösungen und deren Einbindung ins Home-Energie Management vorgetragen.

a.) optische Schnittstelle mittels Lesekopf am Zähler. Es gibt eine App dazu. Bei der Optimierung kann man die an den Netzbetreiber eingespeisten Stromernten minimieren und zunächst mit dem Überschuss den Speicher voll machen.

b.) Shelly ist derzeit der Marktführer für solche Anwendungen. Es wird ein einfaches Home-Energie Management mittels diversen Schnittstellen versprochen u.a. Bluetooth.

c.) Zendure liefert eignen Lesekopf

Die vorgestellten Alternativen sind nicht ganz einfach. Man muss sich intensiv damit befassen oder doch einen Sachkundigen um Hilfe bitten.

Da die jeweilige Produktnormen den Angeboten der Hersteller hinterher hinken, ist es um so wichtiger einer starken Gemeinschaft anzugehören. Werben Sie für die Mitgliedschaft bei unserer EGR. Informationen gibt es unter 

 info@energiegemeinschaftried.de      oder direkt bei dem Unterzeichner.

Wir sind Kooperationspartner der Dachinitiative REGeV.  Es wird bestätigt, dass sich steckerfertige Photovoltaik-Anlagen auch mit deutlich mehr als 2 Kilowatt Leistung realisieren lassen. Sie fallen dann jedoch nicht mehr in die Kategorie Stecker-Solar-Geräte, auch wenn die Wechselrichter-Leistung auf 800 Voltampere begrenzt ist, sondern sind Kleinsterzeugungsanlagen. Auch noch Neuland ist das Reifegradverfahren für die Netzanschlussvergabe der Übertragungsnetzbetreiber. Der BVES fordert weitere Nachbesserungen und Sicherheit für Investoren. 

weitere Hinweise:

Am 28.05.2026 um 18.00 Uhr wird über den bis dahin aktualisierten Stand der Wärmeplanung in Riedstadt berichtet. Diese Veranstaltung wird verbunden mit der 2. Hausmesse, die bereits um 16.00 Uhr beginnt.

Die Energie Gemeinschaft Ried e.V. wird zusammen mit der BSB Gruppe mit einem Stand bei der Hausmesse mitwirken. Es wird um Rückmeldung an den Vorsitzenden der EGR, Manfred Keller gebeten, wer von den Aktiven der EGR teilnimmt! Auch die BERMeG, BürgerEnergieRheinMain eG ist mit einem Stand vertreten.

Außerdem möchten wir wieder auf den gemeinsamen Stand der EGR/BSB mit der Stadt Riedstadt am 14.Mai 2026 in Erfelden an Christi Himmelfahrt hinweisen. 

Hierzu ebenfalls die Bitte an unsere Aktiven mitzuteilen, wann eine Mitwirkung möglich ist. Wir werden dann versuchen die Standbesetzung gleichmäßig auf viele Schultern zu verteilen.